Wissenswertes
Vorgeschichte Früher, vor 4000 Jahren, lebten und kämpften die Maethor-Anor, ein im "Land der Wacht" angesiedelter Albenclan. Die Maethor-Anor hatten eine Schuld zu sühnen, denn einer der ihren ermordete in einem vorangegangenen Zeitalter den Hochkönig der Zwerge. Diese Schuld sühnten sie, indem sie direkt vor dem Feind das erste Bollwerk bildeten.
Zu Beginn der großen Schlacht standen sie nun in der ersten Reihe und wurden alle nach erbitterten Kämpfen niedergemacht. Es erwies sich als ihr letzter Kampf, dem nur einer alleine trotzte. Menerâs Thoronar überlebte das Blutbad und sah als einziger seines Volkes das Ende des Kampfes. Um ihn herum seine toten Freunde, Familie und Verbündeten. Der Sieg war zwar errungen, aber zu welchem Preis?
Menerâs Thoronar hatte also als einziger die Schuld nicht gesühnt, und so wurde er kalt und grimmig. Sein Blick leer und stumpf. Und so kam es, daß er sich zurückzog, bis hin zum südlichsten Punkt des Kontinents. Auf seiner langen Reise begegnete er einer weisen Frau, einem Orakel, die es vermochte, in die Zukunft zu blicken und Menerâs zu berichten, daß seine Linie von der Schande reingewaschen wird, solange er dafür sorgte, daß die Linie weiter besteht.
So kam es, daß viele Jahrhunderte später Círadan Thoronâr, direkter Nachfahr des Menerâs, die Prophezeiung erfüllen und zu seinen Wurzeln zurückkehren wollte. Wenn das Schicksal für ihn nicht einen anderen Weg gewählt hätte.
Erinnerung Wo anfangen, wenn man alles verloren hat? Wo soll man hin, wenn man nicht weiß, wo man herkommt? Wie kann man weiterleben, wenn man nicht weiß, wofür? Ständig diese Fragen, ständig dieselbe quälende Angst und immer noch keine Antworten... Alles, an was Corêll sich erinnert, ist der Kampf! Schemenhaft und undeutlich! Blut! Der Klang sich kreuzender Schwerter, Schreie! Alles stand in Flammen und brannte, Kinder weinten, während ihre Mütter versuchten, sie zu schützen. Verzweiflung und Hass schwängerten die Luft! Keiner hatte eine Chance, keiner überlebte, außer ihr! Aber wer war sie?! Das letzte, an was sie sich erinnerte, war, daß jemand sie trug, weg vom Qualm, weg von den Feinden... Corêll selbst war schwer verletzt, doch der Schock milderte die Schmerzen... der andere Alb, dessen Namen sie genauso vergessen hatte, wie alles andere vor diesem Tag, schaffte es gerade so, sie in sichere Entfernung zu bringen, bevor er selbst starb... seine letzten Worte wird Corêll nie vergessen:
"Flieh! Versuche, das Reich Dorlónien zu erreichen. Dort wirst du sicher sein!"
Mit dem letzten Lebenshauch, den er in sich trug, überreichte er ihr einen alten Fetzen Stoff, worauf ein Emblem zu sehen war, das ihr jedesmal, wenn sie es betrachtete, einen heftigen Stich durchs Herz jagte. Weder erinnerte sie sich an den jungen Alb... Noch an die Bedeutung des Tuches... Aber es war alles, was sie hatte... Außer einem Namen: Dorlónien.
Lebenslauf Und so ergab es sich, daß die Tochter des Círadan, direkte Nachfahre des Menerâs, auf den Weg zurück ins Land der Wacht war, welches heute den Namen Dorlónien trägt. Mit ihren Verletzungen und dem Gedächtnisschwund war es alles andere als leicht, sich zu orientieren und den richtigen Weg zu finden...
Auch hier griff das Schicksal wieder ein, diesmal zu Gunsten der Familie Thoronâr. Eine Händlerkaravane griff Corêll nicht unweit der dorlónischen Grenze auf. Die Albe war mittlerweile so schwach und ausgehungert, daß sie einem der Händler gerade noch ihren Zielort zuflüstern konnte. Danach wurde alles schwarz, und Dunkelheit umhüllte ihren Geist...
Als es endlich wieder hell wurde und Corêll das erste Mal seit Tagen ihre Augen öffnete, fand sie sich in einem fremden Zimmer wieder. Ihre Wunden waren gereinigt, ihre Kleidung genäht, gewaschen und ordentlich auf einem Stuhl zusammen gelegt, sowie alle anderen kleinen Habseligkeiten, die sie am Leib trug.
Noch ehe sie sich wundern konnte, wo sie war und wie sie hierher kam, betrat ein junger Mann den Raum, in der Hand den Fetzen Stoff mit dem Emblem darauf. Sie saßen lange zusammen, der Fremde und Corêll. So langsam erfuhr sie, wo sie war, erfuhr die Geschichte des Landes, erfuhr, was es mit ihrer Familie auf sich hatte, mit der Sühne und ihren Vorfahren... Doch auch jetzt, nachdem sie erzählt bekommen hatte, was ihre Wurzeln waren, erinnerte sie sich nicht an das, was man Familie nannte... Hier und heute, an diesem Tag, begann für Corêll ein vollkommen neues Leben!
Mittlerweile hat Corêll auf Burg Rabenstein im Banner der Frostraben, angeführt von Ritter Martog Eldos von Rabenstein, ein neues Zuhause gefunden und dient dem Banner wie dem Land als Soldatin, Kundschafterin und Waldläuferin. Sie ist längst keine normale Albe mehr, und immer noch fehlt ihr schmerzlich der Teil ihres alten Selbst, nach dem sie ständig auf der Suche ist.
Das Spiel beginnt Gemeinsam mit ihrem besten Freund Meálan wagte Corêll sich auf die Spuren ihrer Vergangenheit. Auf der Reise ins Greifengebirge, in die Heimat ihres Großvaters, fanden sie nicht nur die Aufzeichnungen Faeanas, sondern auch etwas, das die beiden von jetzt an bis zum Zeitpunkt ihres Todes, ihres Versagens oder ihres Erfolges verbinden sollte! Es ist auch der Grund, warum der Waldläufer und die Elbe beschließen, von nun an getrennte Wege zu gehen, zwar immer noch in tiefer Freundschaft verbunden, doch nun räumlich getrennt durch die gesamte Weite Dorlóniens.
Seit den Ereignissen und Wunden in ZahanThaya wie auch auf Mythodea ist der Hass und die Angst vor dem Verfemten Element des Untoten Fleisches immer mehr und mehr entfacht.
Ein guter Freund fand den Tod, liegt nun im Ewigen Schlaf... Die heilenden Kräfte der Elfe kamen zu spät und zeigten ihr auf, wie schwach sie ist und wieviel sie noch zu lernen hat...
Das Tagebuch ihres Großvater liefert mehr und mehr Informationen, die nach und nach zu Erinnerungen werden. Es liegt zwar weiterhin ein grauer Schatten über dem, was man Vergangenheit nennt, aber ein Licht scheint heller von Tag zu Tag... Seit dem Jahr 7 n.NO ist Corêll nun zum Korporal der Frostraben befördert worden und nimmt ihre Pflichten nun ernster denn je. Nicht nur, weil sich ihre Verantwortung verdoppelt hat, sondern weil sich vieles ereignet hat, das ihre volle Aufmerksamkeit verlangt. Ein dunkler Brief erreicht Rabenstein... ein Schatten, ein böses Omen? Geschrieben in einer Schrift die Corêll seltsam vertraut vorkommt... Nach mehrmaligem Betrachten und Rezitieren der grausamen Worte begreift die Elbe, von wem die Worte stammen und verdrängte, vergessene, geblockte Gefühle bahnen sich ihren Weg... Niemand anderes als ihr Zwillingsbruder hatte ihr etwas geschickt, von dem Corêll nicht sicher war, ob sie Angst haben oder Mut aufbringen sollte: ein unausgesprochener Fluch.
Immer mehr Erinnerungen und Wahrheiten kehren zurück. Mit Hilfe der Ärztin Rene Lesson kann Corêll nun immer mehr Puzzelstücke zusammensetzen. Der Angriff auf ihre Siedlung war inszeniert, die Angreifer Marionetten, deren Fäden zu einer namenlosen Gestalt im Dunklen führen, welches es auf das Geheimnis abgesehen hat, zu dessen Wächtern sich Meálan und Corêll eher unfreiwillig ernannt haben. Doch in der Gewalt dieses Schattens befindet sich auch Coronath, ihr Bruder, der nach der Vermutung der Ärztin Lesson ebenso wie Corêll einer magisch induzierten Amnesie unterzogen wurde, doch im Gegensatz zu ihrer Schwester wird er nun dazu benutzt, als Handlager zu dienen. Corêll sieht in sich selbst nun die Gefahr, nicht nur für das Erbe und das Geheimnis, das sie hütet, sondern auch für die Menschen um sie herum, allen voran Meálan. Corêll beschließt, einen Weg zu suchen, ihren Geist gegen das zu wappnen, was ihr eventuell bevorstehen mag - ob zum Guten oder zum Schlechten wird die Zeit zeigen. Eine Reise ins Land Yddland bringt ein freudiges Zusammentreffen mit alten Bekannten und ein Kennenlernen neuer Freunde: als Gast kam sie zur Hohepriesterprüfung, durch eine Verkettung merkwürdiger Ereignisse ging sie mit einem wacherem Geist, und sie war dem Ziel, ihr altes Selbst wiederzufinden, erneut näher gekommen... Ebenso wie dem Ziel, ihren Geist zu kontrollieren... Aber welche Türe hatte sie geschlossen? Die Worte des Edlen Ian McHugh verhallten nicht ungehört... Ein zweischneidiges Schwert... Aber hatte sie eine Wahl? |