Die Feiertage PDF Drucken E-Mail
Die Feiertage
Frühlingsfest (Leylinda)
31. Tag im Mond des Bären und 01. Tag im Mond des Luchses
(Outtime: 31.03. und 01.04.)
Mit dem Frühlingsfest wird der Winter verabschiedet, und die Göttin Leylinda wird angerufen, wieder den Frühling nach Dorlónien zu bringen, damit die Natur auf's Neue aus dem langen Schlaf erwachen kann, die Tiere ihre Jungen gebären und die Bauern ihre Felder bestellen können.
Am letzten Tag des Mondes des Bären beginnt das Frühlingsfest mit dem Einbruch der Dunkelheit. Dann werden alle Lichter im Haus gelöscht, und man geht mit Räucherwerk durch die dunklen Zimmer, um diese zu reinigen. Krankheit und Tod, die mit dem Winter assoziiert werden, sollen dadurch aus den Räumen getrieben werden. Auch durch die Stallungen wird gegangen.
Im Anschluss an diese Reinigung werden große Feuer entzündet. Auf dem Land hat jeder Hof solche oder mehrere Höfe schließen sich zusammen. In den Städten gibt es meist einen großen Sammelplatz, zu dem alle strömen. Dabei ist es Tradition, dass Opfer in Form von kleinen persönlichen Gegenständen oder speziell hierfür geschnitzten Holzfiguren mitverbrannt werden. Mit diesem Opfer bittet man Leylinda um ein ertragreiches neues Jahr. Viele der Holzfiguren stehen dabei sinnbildlich für das, wofür man sich den Segen erbittet, z.B. eine Wiege bei einem Kinderwunsch, eine Kuh für ertragreiche Nutztierhaltung etc. Dann wird zwischen den Feuern hindurchgelaufen oder sogar getanzt. Auch die Tiere treibt man durch die Feuer hindurch. Dies soll der Reinigung und dem Schutz vor weiteren Krankheiten dienen.
Am nächsten Morgen gehen alle hinaus und halten nach rückkehrenden Zugvögeln Ausschau. Sichtet man sie, ist das ein Zeichen dafür, dass der Frühling wieder ins Land einzieht. Dann begeht man den Tag mit einem ausgiebigen Essen, bei dem man versucht, viele Reste des Winters aufzubrauchen. Auch Eier sind an diesem Tag eine traditionelle und beliebte Speise. Wenn die Sonne den Zenit überschritten hat, begibt man sich wieder ins Freie, um den Frühlingsbeginn mit viel Gesang und Tanz zu feiern.

Tag der Offenbarungen (Vashanka)
01. Tag im Mond des Fuchses
(Outtime: 01.05.)
An diesem Feiertag wird dem Fund der Offenbarungen des Vashanka im Zeitalter der Völker durch den Zwerg Tindur tief unter den Düsterzinnen gedacht. Der Gedenktag wird in der Kirche im Gebet und mittels Messen, aber auch im Studium der Schriften des Glaubens und gegenseitigen Vortrag der Kirchengeschichte begangen. Die größte Messfeier findet im Kloster Thagut statt, dem Stammsitz des Ordens der Offenbarungen. Außerhalb der Kirche hat der Feiertag kaum Bedeutung und ist im einfachen Volk auch faktisch nicht bekannt.

Schwertfest des Darad’Hor (Taphanor)
20. Tag im Mond des Fuchses
(Outtime: 20.05.)
An diesem hohen Feiertag des Taphanor werden traditionell die neuen Rekruten in die Tempelgarde aufgenommen. Auch bei den Streitkräften wird dieser Tag traditionell genutzt, um neue Rekruten aufzunehmen. Er wird mit dem sogenannten "Großen Schwertstreich", einer Militärparade zur mitternächtlichen Stunde, begangen. Diese Parade beginnt in den jeweiligen Garnisonen und führt dann durch die gesamte Stadt, meist über mehrere Stunden, und endet schließlich wieder in der Garnison. Die Bevölkerung jubelt während der Parade ihren Soldaten zu. Am Ende der Züge marschieren meist die Proviantmeister und schmeißen Trockennahrung ins Publikum.

Sommersonnenwende (Taphanor)
01. Tag im Mond des Greifen
  (Outtime: 01.06.)
Zur Sommersonnenwende, dem höchsten Feiertag des Taphanor, werden überall im Land Strohballen entzündet und begeistert der längste Tag im dorlónischen Jahr gefeiert. Der Glaube sagt, dass an diesem Tag Taphanor den Gläubigen am nächsten ist und gewillt, ihre Wünsche zu erfüllen. Daher werden vielerorts kleine Wunschzettel geschrieben und diese dann mit einer kleinen Gabe im Strohfeuer verbrannt.

Tag der Helden (Taphanor)
05. Tag im Mond des Falken
(Outtime: 05.08.)
Am Tag der Helden, einem der hohen Feiertage des Taphanor, wird den Gefallenen ruhmreicher Schlachten gedacht. Hierzu wird in den Tempeln des Taphanor eine lange Tafel gedeckt, und für jeden Held vergangener Tage ein Gedeck aufgetafelt. Während der darauffolgenden Andacht werden Speisen und Getränke zu Ehren der Helden an die Gläubigen verteilt. Dieser Feiertag erfreut daher nicht nur die höheren Schichten, sondern ist gerade auch bei den einfachen Leuten ein beliebter Feiertag.

Kornfest (Leylinda)
21. Tag im Mond des Dachses
(Outtime: 21.09.)
Auch wenn das Kornfest hauptsächlich die Landbevölkerung betrifft, so wird es doch gleichermaßen in den Städten gefeiert, allerdings mit leichten Änderungen.
Am Kornfest wird nur bis zum Zenit der Sonne gearbeitet. Danach verlassen die Bauern ihre Felder, die zu diesem Tag bis auf wenige Früchte abgeerntet sind. Aus dem Getreide, Gemüse und Obst, das ein Hof anbaut, wird ein großes Festessen zubereitet. Die Bevölkerung, die keine Landwirtschaft betreibt, kauft am Vortag diese Lebensmittel ein. Die Milch von Kühen und die Eier von Hühnern dürfen verzehrt werden, aber kein Fleisch an diesem Tag.
Vor dem Einbruch der Dunkelheit gibt es eine Leylinda-Messe, bei der man der Göttin dankt für das ertragreiche Jahr. Damit verabschiedet man sich auch vom lebendigen Aspekt der Göttin, denn bald darauf zieht der Winter wieder ins Land, und die Erde ruht bis zum Frühlingsfest.
Am Abend werden Holz und Stroh hoch aufgerichtet und dann verbrannt. Bei diesen Feuern wird gesungen, getanzt und viel Wein und Bier getrunken.

Bluttag (Vashanka)
01. Tag im Mond des Keilers
(Outtime: 01.11.)
Am ältesten überlieferten Feiertag Vashankas feiert man den Winteranfang, die Wärme und Kraft des Blutes und die daraus erwachsende Leidenschaft. Die Feier beginnt zur mitternächtlichen Stunde auf den Tag mit dem hochfestlichen Blutritual, in dem viele Gläubige Vashankas ein Teil ihres Blutes opfern. Gerüchte besagen, dass in den Ordenshäusern auch Gläubige das Leben ihrem Gott darbieten. Im Laufe des weiteren Tages geben sich die Geistlichen und Gläubigen dem leidenschaftlichen Feuer des Blutes hin und begehen den Tag in Ekstase. Außerhalb des geistlichen Standes wird der Tag nur von den stark zu Vashanka hingezogenen Gläubigen zelebriert. Die Feierlichkeiten begrenzen sich in heutiger Zeit dabei alleine auf die Ordenshäuser oder besondere, abgeschieden gelegene und dem Blutgott nahen Plätze. In früheren Zeitaltern, so berichten die Legenden, sollen die Feierlichkeiten auch auf Schlachtfeldern und Hinrichtungsstätten begangen worden sein.

Xandrostag (Vashanka)
24. Tag im Mond des Eislaurers
(Outtime: 24.12.)
Der einzige, auch im Volk populäre und begangene Feiertag Vashankas ist der Tag zu Ehren des Heiligen und Volkshelden Xandros der Rote, der an diesem Tag vor den Mauern von Amhas ein Heer von Orks vernichtend schlug und damit das Land vom Joch des Zwielichts befreite. Einige Jahre später gründete er den Orden der Schlacht, in dem der Feiertag mit besonderer Pracht gefeiert wird. Doch überall wird der Tag, an dem man sich der Pflicht des Kampfes wider das Zwielicht erinnert, mit einem großen Fest begangen und Tannen festlich in den schwarz-roten Farben Vashankas geschmückt und durch Kerzen erleuchtet.

OT-Information: Mit dem Ausbau der Informationen über die Götter werden weitere Feiertage hinzugefügt.
 
© Text: Judith H. (Leylinda), Thorsten Huster (Taphanor), Hagen Hoppe (Vashanka) | Foto: Gretje Fischer / Pixelio