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Wotan von Herrnhein PDF Drucken E-Mail
Wotan von Herrnhein
Titel / Rang / Funktion   Erster Reichsritter, Ritter von Herrnhein
Einheit / Zuordnung Herrnheiner Bogenschützen, Kommandant
Rasse Mensch
Lernschiene kampfbegabt
Geburt 21 v.NO
Herkunft Burg Herrnhein, Rittermark Herrnhein
Wohnort Burg Herrnhein, Rittermark Herrnhein
Zitat "Ein Ritter steht zu seinem Wort!"
Spieler Alexander Herrmann
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Wissenswertes

Wotan von Herrnhein wuchs in den wenig besiedelten Randgebieten der östlichsten Mittellande auf der Burg seines Vaters auf. Er war dessen einziger Sohn und sein ganzer Stolz. Sein Vater lehrte ihn nicht nur in der Kriegs- und Waffenkunst, sondern auch in der Schrift und Diplomatie. Voller Stolz erhielt er nach bestandener Prüfung seinen Ritterschlag.

Doch etwas betrübte ihn, denn sein Vater lag im Sterben. Er hatte sich drei Jahre zuvor an einer seltenen, unheilbaren Krankheit angesteckt, und nur die Tatsache, daß sein Sohn bald den Ritterschlag erhalten würde, hielt ihn am Leben. Und tatsächlich, zwei Wochen nach erhaltenem Ritterschlag erlag sein Vater seinen Leiden. Wotan war zu sehr in seine Trauer versunken, so daß er nichts gegen die neuerliche Heirat seiner Mutter tat. Zwei Monate nach dem Ableben seines Vaters erschien ein Gewisser Xanat von Drudenstein mit dreißig Soldaten. Er hielt um die Hand der Witwe an und 30 Tage später gaben sie sich das Jawort.

Wie sich herausstellte, war Xanat ein wahrer Tyrann. Seine erste Tat bestand darin, sämtliche altgedienten Soldaten der Burg durch neue, zwielichtige Männer zu ersetzen. Nach drei Monaten kam die Witwe von Herrnhein, Wotans Mutter, unter mysteriösen Umständen ums Leben. Und dann endlich erwachte Wotan aus seiner Lethargie. Er forderte seinen Stiefvater auf, sich schleunigst von seiner, Wotans, Burg zu machen, sonst würde er ihn eigenhändig umbringen. Das einzige, was er damit erreichte war allerdings, daß er selbst eines Tages blutüberströmt auf einer Landstraße erwachte, und sich ewige Rache schwor.

Nun drangen Gerüchte über ein neues Reich, welches nur wenige Tage von seiner Burg entfernt lag, an sein Ohr. Dieses Reich, Dorlónien, umfaßte zu diesem Zeitpunkt gerade einmal zwei Burgen, doch der Heerbann dieses Reiches mußte „gewaltig“ sein. So machte sich Wotan auf und zog nach Dorlónien. Er schloß sich dem Heerbann an und handelte mit dem Kriegsherrn von Dorlónien, Lord Nurbicon ika Rastan, und dem Erzlegaten, Thalios, einen Vertrag aus. Sobald das Heer von Dorlónien seine väterliche Burg eingenommen hätte, würde er dort neuer, rechtmäßiger Burgherr werden und seinerseits Dorlónien als Erbvasall angehören. Seit dieser Zeit zählt Wotan von Herrnhein zu den glorreichen Raubrittern von Dorlónien...

Im zweiten Jahr seiner Gefolgschaft konnte Wotan mit einem kleinen Heer dorlónischer Ritter endlich Rache nehmen. Er stürmte die heimatliche Burg und ließ sämtliche Gefolgsleute des Verräters durch das Beil hinrichten. Seltsamerweise war der eigentliche Tyrann Xanat von Drudenstein unauffindbar, sodass Wotans Rachedurst nur zum Teil gestillt war. Als erste Amtshandlung stellte Wotan seine alten, ihm treu ergebenen, Soldaten wieder in Dienst und übertrug seine Amtsgeschäfte seinem langjährigen Berater und Freund Erik Toresson, der auf Herrnhein die Funktion des Kanzlers ausübt.

Da Wotan immer noch Rachegefühle plagten, schloß er sich erneut Lord Nurbicon ika Rastan an und begleitet diesen seitdem auf seinen Reisen, immer in der Hoffnung, doch noch den feigen Mörder und Verräter Xanat von Drudenstein zu finden. Viele Jahre dauert diese Queste nun bereits und immer wieder dringen Gerüchte an sein Ohr über den Verbleib des Verräters. Oft stellen sich diese Gerüchte als unwahr heraus, doch ein paar Mal schon verpasste er den Flüchtenden nur um ein paar Stunden.

Da er in letzter Zeit aber immer mehr in die Führung des Reiches eingebunden ward, kommt es nun seltener zu solch „privaten“ Reisen. Als Vertrauter und Berater des Reichsherrn begleitet er Lord Nurbicon ika Rastan in ferne Länder und als Herr der Rittermark muss er schließlich ein großes Territorium verwalten, vor allem, seitdem mit der Feste Tannforst die Mark deutlich größer wurde.

Auch wenn sie hier und da mit der ortsansässigen Obrigkeit aneinanderstoßen und die Rechte der Gastfreundschaft teilweise sehr offen auslegen, eilt den Dorlóniern, unter ihrem Kriegsherrn Lord Nurbicon, seitdem ein gewisser Ruf voraus. Immer wenn Not an wagemutigen und furchtlosen Recken ist, werden Wotan, Lord Nurbicon und dessen treue Gefolgsleute gerufen.

Seit jenen Tagen und durchwachten Nächten verbindet die beiden Männer eine tiefe Freundschaft, die weit mehr als die Vasallentreue beinhaltet. Ihre Wege sind eng miteinander verschlungen und nur die Götter wissen, wohin diese führen...