| Die Tugenden |
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Fünf Tugenden sind es, auf die das Verhalten und die Lebensweise eines rechtschaffenen Dorlóniers begründet sind. Fünf Tugenden, die dem gesellschaftlichen Leben im Reich und dem Umgang untereinander und mit anderen Ländern und Völkern zugrunde liegen. Fünf Tugenden, mit denen die Dorlónier dem Vorbild ihrer Götter nachzueifern trachten. Treue Die Treue zur Schöpfung Leylindas und zu allen Kindern der Sonne, wie die Götter in Dorlónien auch genannt werden, geht einher mit der Treue gegenüber der göttergefälligen Ordnung als auch innerhalb der Sippe und Familie. Dabei gelten auch die Truppe, die Einheit, die Gilde und sonstige Gruppierungen innerhalb des Reiches als Sippe, der die Treue gehalten wird. Doch Treue bezieht sich auch auf das Wort eines Dorlóniers, das fester ist als jeder Fels und bindender als jede Fessel. So kann sich jeder, dem ein Dorlónier die Treue versprochen hat, sowie jedes Land, dem das Reich sich in Treue zur Seite stellt, glücklich schätzen und auf dieses Wort, diese Zusage und diese Treue vertrauen. Mut In der ersten Reihe der Schlachten wider den Dämonenfürsten focht Taphanor gegen die verderblichen Horden und so wird man auch nie einen Dorlónier sehen, der einem gerechten Kampfe ausweichen wird. Ohne zu verzagen und zu zaudern, stehen nicht selten die Männer und Frauen in den grau-gelben Wappenröcken in der ersten Reihe, wenn es gilt, die göttergefällige Ordnung zu verteidigen oder Freunden in der Not beizustehen. Kühn werden sie vorwärts stürmen, wo andere noch auf die Unmöglichkeit eines Sieges pochen. Kampfkraft Jeder Dorlónier besitzt eine Waffe und sei es nur eine Heugabel oder ein Dreschflegel. Denn Vashanka lehrte in den Zeitaltern, dass man jederzeit zum Kampfe bereit sein muss. Mehr als einmal schon war das Land, das heute Dorlónien geheissen wird, von den widerwärtigen Kreaturen der Dämonenfürsten bedroht. Von Kindesbeinen an ist jedwedem Dorlónier bewusst, dass die Mächte des Zwielichts weiterhin das Reich und die gesamte Welt bedrohen und ihnen Einhalt geboten werden muss. So schätzt man im äussersten Norden der bekannten Welt die ständige Bereitschaft zum Kampfe. Brüderlichkeit Die Kultur, die Ceome zu den Völkern der Schöpfung brachte, vermag nur gelingen, so man Gemeinschaften bildet. Auch das Reich Dorlónien ist eine solche Gemeinschaft, die auf einer gemeinsamen Kultur und Geschichte begründet ist. Eine wehrhafte Gemeinschaft, die erkannt hat, dass jedes Handeln nur Seite an Seite mit Gleichgesinnten gelingen kann. In den Zeiten des Friedens bedarf es der Brüderlichkeit, um das Reich und das Volk voran zu bringen und in den vielfältigsten Bereichen zu fördern. In den Zeiten des Krieges ist Brüderlichkeit unabdingbar, denn nur Einigkeit vermag den Sieg zu erringen. Trinkfestigkeit Die Volksweisheit besagt, dass der Rachen eines Dorlóniers so weit und tief ist wie das Meer. Bei einem Volk, das im eisigen Norden sein Dasein bestreitet und im ständigen Kampfe mit den Unbillen der Natur sowie den Mächten des Zwielichts steht, mag es nicht verwundern, dass Dorlónier das Leben in vollen Zügen geniessen. Das Feiern hat einen entsprechend hohen Stellenwert im dorlónischen Volk, wie auch die Gastfreundschaft hoch geachtet wird. Dementsprechend sind die Soldaten in den grau-gelben Wappenröcken nicht nur in der Schlachtreihe gerne gesehen, sondern auch in den Tavernen der Welt. Wenn sie ihre Lieder anstimmen und ihre weithin hoch gelobten Alkoholika anbieten, wird man verstehen, was gemeint ist. © Text: Hagen Hoppe | Foto: Anna-Lena Ramm / Pixelio |



